Google Ads hat keine Grundgebühr und keine vorgeschriebene Mindestausgabe. Du zahlst in Suchkampagnen je Klick. In unserer Auswertung von zehn Branchen liegt der durchschnittliche Klickpreis zwischen 1,65 € und 12,41 €. Dein Budget ergibt sich aus drei Zahlen: Klickpreis, Anfragequote und dem, was dir ein Auftrag einbringt.
Wofür du bei Google Ads bezahlst
Drei Kostenblöcke kommen zusammen. Der erste geht an Google, die anderen beiden entstehen bei dir oder deiner Agentur.
- Die Klicks. Das ist dein Werbebudget. Wie viel du je Klick zahlst, entscheidet eine Auktion bei jeder einzelnen Suche.
- Aufbau und Betreuung. Kampagnen, Anzeigentexte, Ausschlüsse und laufende Kontrolle kosten Zeit, entweder deine oder die einer Agentur.
- Zielseite und Messung. Ohne eine passende Seite und saubere Messung bezahlst du Klicks, von denen du nicht weißt, was sie bringen.
Google berechnet dir laut eigener Hilfe nur den Betrag, der nötig ist, um die Mindestwerte für den Anzeigenrang zu erreichen und die Anzeige direkt unter dir zu überbieten. Du zahlst also nicht automatisch dein Höchstgebot. Dein Rang hängt zudem von der Qualität ab: Wer die passendere Anzeige und Zielseite hat, zahlt laut Google tendenziell weniger.
Was ein Klick je Branche kostet
Für diesen Artikel haben wir zehn Suchbegriffe abgerufen:
| Suchbegriff | Ø Klickpreis | Suchen im Monat |
|---|---|---|
| möbelhaus | 1,65 € | 40.500 |
| elektriker | 2,63 € | 60.500 |
| dachdecker | 3,09 € | 40.500 |
| malerbetrieb | 3,99 € | 5.400 |
| schlüsseldienst | 4,17 € | 74.000 |
| immobilienmakler | 4,81 € | 40.500 |
| steuerberater | 5,31 € | 74.000 |
| heizung tauschen | 10,05 € | 210 |
| photovoltaik anbieter | 10,06 € | 720 |
| rechtsanwalt arbeitsrecht | 12,41 € | 5.400 |
Durchschnittswerte für Deutschland, Stand Oktober 2026. Dein Klickpreis hängt von Ort, Wettbewerb und der Qualität deiner Anzeige ab.
Zwei Dinge fallen auf. Die Spanne ist groß: „rechtsanwalt arbeitsrecht“ kostet fast fünfmal so viel wie „elektriker“. Und ein genauer Begriff ist nicht automatisch günstiger: „heizung tauschen“ wird viel seltener gesucht als „dachdecker“ und kostet trotzdem mehr als dreimal so viel. Wer einen großen Auftrag erwarten darf, bietet höher.
So rechnest du dein Budget
Fang bei deinem Auftrag an und nicht bei der Frage, was andere ausgeben. Ein Beispiel zum Mitrechnen, setz einfach deine Zahlen ein.
| Schritt | Rechnung | Beispiel |
|---|---|---|
| Was darf eine Anfrage höchstens kosten? | Ertrag je Auftrag × Abschlussquote | 900 € × 25 % = 225 € |
| Was kostet eine Anfrage voraussichtlich? | Klickpreis ÷ Anfragequote der Seite | 4 € ÷ 5 % = 80 € |
| Welches Monatsbudget brauchst du? | Anfragen im Monat × Kosten je Anfrage | 10 × 80 € = 800 € |
| Welches Tagesbudget stellst du ein? | Monatsbudget ÷ 30,4 | 800 € ÷ 30,4 = rund 26 € |
Im Beispiel bleiben von 2.250 € Ertrag aus zweieinhalb Aufträgen nach 800 € Werbekosten 1.450 € übrig, vor den Kosten für die Betreuung. Liegen die erwarteten Kosten je Anfrage über deinem Höchstwert, hilft mehr Budget nicht. Dann muss die Anfragequote steigen, oder du brauchst andere Suchbegriffe.
Einen Zielpreis je Anfrage hinterlegen wir erst, wenn die Kampagne mindestens 30 Tage gelaufen ist und möglichst 30 Conversions erreicht hat. In einem neuen Konto warten wir eher 40 bis 60 Tage. Google schlägt den Schritt oft deutlich früher vor, wir warten lieber auf stabile Zahlen.
Warum dein Tagesbudget überschritten werden darf
Das Tagesbudget ist ein Durchschnitt. An einem einzelnen Tag darf Google bei den meisten Kampagnen bis zum Doppelten ausgeben. Über den Kalendermonat gilt bei den meisten Kampagnen das 30,4-Fache als Obergrenze. Bei 20 € Tagesbudget können es also an einem Tag bis zu 40 € werden, im Monat aber höchstens 608 €.
Wo das meiste Geld verloren geht
Bevor du das Budget erhöhst, lohnt sich ein Blick auf diese fünf Stellen.
- Suchbegriffe, die nie jemand geprüft hatSortier den Suchbegriffbericht nach Kosten. Was viel kostet und keine Anfragen bringt, kommt auf die Ausschlussliste. Je mehr weitgehend passende Keywords laufen, desto wichtiger wird das.
- Eine Messung, die falsch zähltIn einem übernommenen Konto zählten zwei Conversion-Aktionen dasselbe Formular. Aus 20 Anfragen wurden so 40. Segmentier jede Conversion-Zahl nach Aktion, bevor du ihr glaubst.
- Eine Zielseite, die das Versprechen nicht hältWer nach einer Leistung sucht und auf der Startseite landet, muss weitersuchen. Oft reicht schon eine eigene Landingpage je Suchabsicht.
- Googles Empfehlungen ungeprüft übernehmenDer Optimierungsfaktor zeigt, wie nah du an Googles Vorschlägen bist. Dein Ergebnis misst er nicht. Display in Suchkampagnen und große Budgetsprünge lehnen wir meistens ab.
- Zu früh abdrehen oder ständig wechselnEine Kampagne braucht 30 bis 60 Tage, um sich einzupendeln. Wer alle zwei Wochen die Gebotsstrategie wechselt, fängt immer wieder von vorn an.
Was das in der Praxis bringen kann
Mehr Budget ist selten der erste Hebel. Das zeigen zwei Konten, die wir betreut haben:
Anfragen im Monat bei Elektro Ecke, innerhalb von 4 Wochen und bei gleichem Budget. Überarbeitet wurden Kampagne, Landingpage und Funnel.
Umsatz je Werbe-Euro bei Möbel Knappstein, nach drei Monaten. Ganzen Fall lesen.
Häufige Fragen
Gibt es bei Google Ads ein Mindestbudget?
Google schreibt keine Mindestausgabe vor. Du legst dein Budget selbst fest. Ob ein kleines Budget reicht, hängt davon ab, wie viele Klicks du dafür bekommst und wie viele davon anfragen.
Zahle ich, wenn niemand klickt?
In Suchkampagnen zahlst du in der Regel je Klick. Wird deine Anzeige nur angezeigt, entstehen dafür keine Kosten. Andere Kampagnenarten können anders abrechnen, das siehst du in der jeweiligen Gebotsstrategie.
Wie schnell sehe ich Ergebnisse?
Klicks kommen meist kurz nach dem Start. Bis eine Kampagne stabil läuft, rechnen wir mit 30 bis 60 Tagen. Vorher sagen einzelne Tage wenig aus, und die Strategie sollte in dieser Zeit nicht ständig wechseln.
Was kostet die Betreuung durch eine Agentur?
Das hängt vom Umfang ab und kommt zum Werbebudget dazu. Bei uns bekommst du den Preis nach der Potenzial-Analyse, wenn klar ist, wie viele Angebote und Kanäle wir aufbauen.
Kann ich Google Ads selbst machen?
Ja. Die Oberfläche ist für alle offen. Plan dann Zeit ein, um regelmäßig Suchbegriffe zu prüfen und die Messung sauber zu halten. An diesen beiden Punkten scheitert es in der Praxis am häufigsten.
Quellen
- Google Ads-Hilfe: Google Ads, Definition
- Google Ads-Hilfe: Tatsächlicher Cost-per-Click
- Google Ads-Hilfe: Durchschnittliche Tagesbudgets
- Google Ads-Hilfe: Ausgaben in Google Ads verwalten
- Klickpreise und Suchanfragen: Google-Ads-Daten über DataForSEO, Deutschland, Datenstand Oktober 2026, Abruf 05.11.2026
Stand: 05.11.2026





